Auf nach Vegas. Schon beim ersten Cruisen über den Las Vegas Blvd. merke ich: Diese Stadt ist echt gruselig. Am „Strip“ gibt es die protzigsten und verrücktesten Hotels und alles ist tip top.
Da wir uns so eine Bettenburg am Osterwochenende aber nicht leisten können, steigen wir in Tod’s Hostel ab. Und müssen ziemlich schnell merken, dass Las Vegas abseits der Nobelhotels ziemlich merkwürdige Leute anzieht.
Während wir einchecken macht plötzlich ein völlig betrunkener Mitmensch Anstalten, die Scheiben des Hostels einzuschlagen. Im Zimmer wartet dann der nächste Hammer:
Unser Mitbewohner sitzt den ganzen Tag bei zugezogenen Rollläden einen halben Meter vor der Glotze und schaut Fernsehen. Von morgens bis abends. Zwischendurch geht’s mal draußen eine rauchen oder einen Pitcher Cola im 7-Eleven holen.
Gott sei Dank gibt es genug symphatische Gäste, die wie wir abends mit der Hostel-Crew ins Nachtleben fahren. Am ersten Tag im dicken Stretch-Hummer, am Zweiten mit der Limo.
Und dann geht’s rund: Beer Pong, Casinos, Clubs, „andere“ Clubs und immer druff druff druff druff druff. Spätestens am Sonntagmorgen sind wir genauso verschallert wie die gesamte Stadt und können den Road Trip zufrieden abschließen. Der zuverlässige Focus 2.267 Meilen gesammelt und wir unzählige Eindrücke. Benny fliegt zurück nach Schland, ich Richtung Santa Barbara. Schön war’s, Frohe Ostern!
Hostel-Check
Tod’s Hostel kann man wohl als „symphatische Bruchbude“ bezeichnen. Es liegt ein ganzes Stück (2-3 Meilen) nördlich vom Schuss – nahe des Stratosphere Tower – in einer recht heruntergekommenen Gegend.
Daher beschäftigt das Hostel auch einen grobschlächtigen Iren, der tagsüber die Penner vom Grundstück scheucht und nachts die unschuldigen Touris durch die Clubs.
Die anderen Menschen im Hostel bestehen zu etwa gleichen Teilen aus europäischen Bagpackern, widerwärtigen Gruseln und 60-jährigen (blondierten, total verkohlten) Residents, die eigentlich nach Florida gehören.
Es gibt kein Frühstück, man wohnt jedoch in Zellen mit Herd und Kühlschrank. Mit $20 ist das Hostel günstig billig, aber in dieser Stadt wird man sein Geld zur Not immer los.
Die Fotos aus Las Vegas sind furchtbar. Wie die Stadt aussieht, könnt ihr euch auf Wikipedia ansehen…















